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Jahn Translation Chapter 289

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Jahn is currently in Derenbourg [vol. 2, p.5]

§ 289.

Ueber die (vom Verbum fa῾ala gebildeten) Paradigmen,
welche triptotisch und welche diptotisch sind(1).

Man sagt: Jedes af῾alu, welches Adjectiv ist, ist diptotisch, sowohl

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wenn es determ.(2) wie wenn es indeterm. gebraucht wird. Dagegen ist
jedes af῾alu. welches Substantiv ist, triptotisch, wenn es indeterm. ge-
braucht wird(3). Auf meine Frage, warum man diese Form (in diesen
Sätzen) triptotisch flectire, da man doch so eben gesagt habe, dass sie
diptotisch sei, antwortete Chalîl, dass hier von einer Form die Rede
sei, welche als Paradigma gebraucht werde. Man wolle also sagen,
dass die Adjectiva, welche nach diesem Paradigma gehen, diptotisch und
die Substantiva triptotisch sind. Ebenso triptotisch ist af῾ala, das Per-
fect der 4. Form, als Paradigma in dem Satze: Jedes af῾al(4), welches
eine Perfectform ist, ist mit Fatḥ versehen. Nach meiner Meinung
kommt dies Paradigma in der Sprache in verschiedener Weise vor.
af῾al gilt (hier, obgleich Verbalparadigma, abhängig von kullun) als No-
men, ebenso wie das zuerst erwähnte (welches Nominalparadigma ist).
Wenn das zuerst erwähnte (in Abhängigkeit von kull) diptotisch flectirt
würde, so würde auch das Verbalparadigma (abhängig von kull) mit
Fath (im Genetiv) versehen werden. af῾al ist aber (in Abhängigkeit
von kull) ein Nomen wie efkelun (Grünspecht). (Denn auch als Diptota
entsprechen einander af῾al und efkel). Denn wenn(5) man sagen will:
Wenn diese Form Adjectiv ist, so wird sie nicht flectirt, drückt man
dies (paradigmatisch) so aus: Wenn af῾alu Adjectiv ist, wird es
nicht flectirt. Man flectirt af῾al hier diptotisch, wie efkel, wenn die-
ses als Eigenname steht. In hâḏâ ragulun af῾alu (dies ist ein Mann
mit einem Adjectiv von der Form af῾alu) ist af῾alu durchaus diptotisch;
denn es steht hier speciell als Paradigma für ein Adjectiv. Ebenso ist
in kullu af῾ala zeidun (jeder Satz: af῾ala zeidun) af῾ala stets mit Fatḥ
versehen, weil es hier speciell als Paradigma für ein Verbum steht(6).

Auf meine Frage, warum es nicht zulässig sei zu sagen kullu af῾ala,
wenn man das Paradigma für die Adjectiva meint, während man doch
sage kullu âdama (jeder Röthliche) antwortete Chalîl, jenes sei darum
unzulässig, weil af῾alu nicht ebenso ausschliesslich als Paradigma für
die Adjectiva gebraucht werde, wie âdamu(7) ausschliesslich Adjectiv ist;
denn jenes sei nur Paradigma (dieses aber ein wirklich vorkommendes
Adjectiv). Denn af῾al sei auch als männlicher Eigenname, wenn indeterm.
gebraucht, triptotisch (wie in kullu af῾alin Z. 15). Denn das Wort af῾alu(8)
kommt nicht als wirkliches Adjectiv, sondern nur als Paradigma vor,
und man lässt die Nunation nur dann fort, wenn es als Paradigma für
Adjectiva steht, ebenso wie man es mit Fath versieht, wenn es Para-
digma für die Verbalform ist(9), während af῾alun als Paradigma für ein

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gebräuchliches Verbum nicht vorkommt. Die Paradigmatisirung hâḏâ
ragulun af῾alu
ist also parallel der Paradigmatisirung af῾ala zeidun(10).
Lässt man das Substantiv bei der Adjectivform weg, so ist die Adjec-
tivform parallel der Verbalform , wenn sie weder auf ein Nomen noch
auf ein Pronomen Rection ausübt (d.i. in ihrer Eigenthümlichkeit als
Adjectiv oder als Verbum nicht mehr kenntlich).

Auf(11) meine Frage, warum es unzulässig sei, af῾al in der Phrase:
Jedes af῾al, welches Adjectiv ist, ist diptotisch, d.i. welches als Para-
digma für das Adjectiv dient, diptotisch zu flectiren, antwortete Chalîl,
dies sei nach dem Vorhergehenden zu beurtheilen. Wenn dies nämlich
statthaft wäre, so müsste af῾alu ein im Sprachgebrauch (wirklich vor-
kommendes) feststehendes Adjectiv sein, aber nicht ein Paradigma, und
man müsste dann nicht nöthig haben hinzuzusetzen welches Adjectiv
[D. 2,6] ist (wie Sib. Z. 21 u. 22) sondern man würde sagen weil es Adjectiv
ist, ebenso wie man sagt: Jedes âdam ist (d.i. âdamu ist jedesmal,
wenn es vorkommt) diptotisch, weil es Adjectiv ist. Hier fügt man
nicht hinzu (wie S. ٥ Z. 21 u. 22) dass man das Adjectiv meine, so dass
in dem Angeredeten der Glaube erweckt werden könnte, dass âdamu
auch etwas Anderes als ein Adjectiv sein könne. Denn âdamu ist das
Adjectiv selbst.

Ebenso ist das Paradigma fa῾lân, welches in der Verbindung mit
ragulun steht (dies ist ein Mann, welcher mit einem Adjectiv der Form
fa῾lân versehen ist) triptotisch(12). Denn zwar werden (die Adjectiva der
Form fa῾lân) in doppelter Weise gebraucht, insofern sie diptotisch sind,
wenn ihr Femininum die Form fa῾lâ hat, triptotisch dagegen, wenn ihr
Femininum diese Form nicht hat. Das fa῾lân in dem Beispiel Z.3 ist
aber kein in der Sprache gebräuchliches Adjectiv, welches ein Femin.
nach der Form fa῾lâ hat, sondern es steht hier wie af῾al in der Ver-
bindung: Jedes af῾al, welches Adjectiv ist (d.i. triptotisch). In dersel-
ben Abhängigkeit von kull ist auch fa῾lân triptotisch, wie in dem Satze
Z.6. Die näheren Bestimmungen, dass fa῾lân im Femin. die Form fa῾lâ
hat und Adjectiv ist, weisen darauf hin, dass die Form hier als Para-
digma steht. (Aus demselben Grunde) flectirt man fa῾lan und fi῾lan in
Abhängigkeit von kull (immer triptotisch) weil die Nomina dieser For-
men bald triptotisch bald diptotisch sind, jenes, wenn ihr Alif (maḳṣûra)
nicht Feminin-Endung ist(13), dieses wenn es Feminin-Endung ist.

fa῾anlan in Verbindung mit ragulun wird immer nunirt (und triptotisch
flectirt) weil es ausschliesslich als Paradigma für masculinische Adjectiva

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steht, wie ḥabanṭan (zornerfüllt). Dagegen sind fu῾lâ und fa῾lâ'u in Ab-
hängigkeit von kull diptotisch, weil die Wörter, welche nach diesen Pa-
radigmen gehen, nie triptotisch sind(14). Ebenso ist af῾alu in der Ver-
bindung mit ragulun immer diptotisch, weil es hier als Paradigma für
Wörter diptotischer Flexion steht, nämlich für Adjectiva. Denn af῾alu
ist (hier) Adjectiv, wie fa῾lâ'u (immer) Adjectiv ist.

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