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Jahn Translation Chapter 568

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Jahn is currently in Derenbourg [vol.2, p.468]

§ 568.

Ueber die Insertion in die Buchst. des Zungenendes
und der Vorderzähne. (I. J. § 752).

Ṭâ in Dâl. Beispiel Z. 4 (Dalamun männlicher Eigenname). Denn
beide haben Einen Ort der Aussprache, und beide sind einander ähnlich
in der Stärke (der Aussprache). Nur die Zudeckung der Zunge (durch
den Gaumen, welche dem Ṭâ nach S. 455 Z. 4-7 eigenthümllich ist) lässt
man (trotz der Insertion) bestehen. Denn das Dâl hat diese Zudeckung
nicht, sondern überwindet das Ṭâ (bei der Insertion) nur darum, weil
es denselben Auspracheort hat, und weil das Ṭâ, ebenso wie das Dâl,
den Laut von seinem Ausspracheort aus einengt. Dagegen hat Dâl mit
der Zudeckung nichts zu schaffen. Der mit der Zudeckung behaftete
Buchst. macht sich dem Gehör vernehmbarer. Nun hält man es für
eine Verletzung des Buchst., dass das Dâl die Zudeckung (des Ṭâ) über-
windet, ohne sich dem Gehör ebenso wie das Ṭâ vernehmbar zu machen.
Aehnlich ist die Insertion des Nûn in die Buchst., in welche es inserirt
wird, so dass das Sprechen durch die Nase erhalten bleibt (S. 464 Z. 3f.).
Einige Araber aber lassen die Zudeckung (des Ṭâ) verschwinden und
machen es ganz gleich dem Dâl. Sie wollen, dass es sich (bei der In-
sertion) von diesem nicht unterscheide, indem sie es vorziehen, Ṭâ in Dâl
zu verwandeln, wie sie auch das Nûn ohne Nasenlaut inseriren. - Ebenso
wird Ṭâ in Tâ inserirt, nur dass das Aufgeben der Zudeckung bei Dâl
ein wenig mehr zu billigen ist. Denn Dâl stimmt mit Ṭâ darin überein,
dass beide mit lauter Stimme gesprochen werden, während Tâ mit leiser
Stimme gesprochen wird. Beides aber (das Sprechen mit und ohne Zu-
deckung) ist gut arabisch. Beispiel: Versieh mit Punkten (das Wort) tau᾽‎am!
- Wird Dâl in Ṭâ inserirt, so wird es zu Ṭâ. Beispiel Z. 12 (die Grund-
formen hier und sonst in den Varianten). - Ebenso Tâ (in Ṭâ). Beispiel:
Beschreibe Tâlib! Denn hier wird (durch die Insertion) weder der Zu-
deckung noch anderen Eigenthümlichkeiten dieser beiden Buchst. Eintrag
gethan. - Ebenso wird Tâ in Dâl, und Dâl in Tâ inserirt, weil zwi-
schen ihnen kein Unterschied stattfindet, als dass Dâl ein laut und Tâ

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ein leise gesprochener Buchst. ist. Keiner von beiden hat Zudeckung
noch eine Verlängerung des Lautes, noch eine Wiederholung desselben
(wie Râ, S. 454 Z. 18-20)(1). - Zu den Fällen, in welchen Ṭâ zum rei-
nen Tâ wird, gehört ḥuttuhum (statt ḥuṭtuhum) was gehörsweise von den
Arabern mitgetheilt wird. - Tâ und Dâl stehen sich gleich, so dass
jeder von beiden in den anderen inserirt werden, und ebenso Tâ zu
Dâl wie Dâl zu Tâ werden kann. Denn beide haben denselben Aus-
spracheort; beide sind energische Laute und unterscheiden sich nur da-
durch von einander, dass Dâl laut und Tâ leise gesprochen wird. Bei-
spiele Z. 18 (Dulâmun männlicher Eigenname). Es ist hier auch zuläs-
sig, ohne Insertion zu sprechen, ebenso wie wenn Ṭâ in Tâ oder Dâl
inserirt wird (Z. 18f.); doch gilt diese Aussprache für schwer wegen
der Stärke der Laute, und weil die Zunge (der bei der Aussprache der
zu inserirenden Buchst.) an den Oertern haften bleibt (den Ort nicht
wechselt) und nicht davon abweicht(2). Wenn man dagegen einwendet,
man sage iṣḥab maṭaran, so dass die getrennte Aussprache vorzuziehen
ist, obgleich beide (Bâ und Mîm) starke Buchst. sind, so geschieht dies,
weil das Mîm den Laut der Nasenknorpel zu Hülfe nimmt und darum
dem Nûn gleicht (in welches Bâ nicht inserirt wird). Denn (nur) wenn
man die Nase zuhalten würde, würde man sehen, dass Mîm wie der ihm
in dem Beispiel Z. 23) vorhergeh. Buchst (d.i. wie das Bâ) anzusehen
ist (S.). - Ṣâd verhält sich zu Zâ und Sîn wie Ṭâ zu Dâl und Tâ.
Ṣâd mit Sîn ist wie Ṭâ mit Dâl anzusehen, weil beide mit leiser Stimme
gesprochen werden, und nur der Iṭbâḳ den Unterschied ausmacht. Ṣâd
[D. 2,469] mit Zâ verhält sich wie Ṭâ mit Tâ; denn Zâ wird nicht mit leiser Stimme
gesprochen. Beispiel für Insertion des Ṣâd in Sîn Z. 1 (Sâlim Eigenname).
Der Iṭbâḳ des Ṣâd kann erhalten bleiben oder verschwinden. Ebenso wenn
Ṣâd in Zâ inserirt wird, Z. 2 (zardatu, so! Name eines Berges). Das Ver-
schwinden des Iṭbâḳ ist bei Sîn etwas besser, weil es ebenso wie Ṣâd
mit leiser Stimme gesprochen wird. Beides aber ist gut arabisch. Beide
Buchst. (Sîn und Zâ) werden vor Ṣâd zu Ṣâd, ebenso wie Dâl und Tâ
vor Ṭâ zu Ṭâ werden, wie aus der (S. 468 Z. 13) gegebenen Erklärung
hervorgeht. Die Nicht-Insertion ist aber (bei Sîn und Zâ vor Ṣâd) bes-
ser (als bei Dâl und Tâ vor Ṭâ S.) wegen der weichen Aussprache die-
ser Buchst., und weil die Zunge (bei ihrer Aussprache) sich von ihnen (d.i.
von ihrem ursprünglichen Ausspracheort) entfernt (was die Insertion er-
schwert). Beispiele Z. 5 (Ṣâbir Eigenname). Zâ und Sîn werden ebenso behan-
delt wie Tâ und Dâl (d.i. sie werden in einander inserirt, vgl. 468 Z. 16-18;

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Salamatu männl. Eigenname). - Ebenso steht es mit Ẓâ in Verbindung
mit Ḏâl und Ṯâ. Ẓâ verhält sich zu Ḏâl wie Ṭâ zu Dâl, weil beide mit
lauter Stimme gesprochen werden und weil kein Unterschied zwischen ihnen
ist als der Iṭbâḳ. Ẓâ verhält sich zu Ṯâ wie Ṭâ zu Tâ. Beispiele Z. 8
und 9 (Ṯâbit Eigenname). Auch kann man den Iṭbâḳ eintreten oder ver-
schwinden lassen. Das Aufgeben des Iṭbâḳ (des Ẓâ) in Verbindung mit
Ṯâ entspricht dem Aufgeben bei Ṭâ in Verbindung mit Tâ. Wenn man
Ḏâl und Ṯâ in Ẓâ (lies Z. 11 fîhâ) inserirt, so behandelt man diese bei-
den wie Dâl und Tâ, wenn sie in Ṭâ inserirt werden. Beispiele Z. 11.
Ḏâl und Ṯâ werden rücksichtlich (der Insertion) in einander wie Dâl
und Tâ behandelt. Beispiele Z. 13. Die getrennte Aussprache ist bei
(Ẓâ, Ḏâl und Ṯâ) angemessener als bei Ṣâd in Verbindung mit Sîn und
Zâ (468 Z. 22); denn jene werden schwächer gesprochen als diese, weil
(bei ihrer Aussprache) die Zungenspitze sich nach dem Ende der Ober-
zähne hin wendet(3), und weil kein Zurückstossen (dieser Buchst.) von
dem Ende der Oberzähne aus(4) stattfindet. Doch ist auch bei ihnen die
Insertion häufiger und besser. Denn die Insertion kommt ursprünglich
den Buchst. der Zunge und des Mundes zu; nun gehen die meisten
Buchst. der Zunge(5) vom Zungenende aus und von dem (Theil der Zunge)
welcher sich mit dem Zungenende berührt. Diese sind aber mehr als
die Buchst. der Vorderzähne(6). - Ṭâ, Dâl und Tâ werden alle in Ṣâd,
Zâ und Sîn inserirt wegen der Nähe der Oerter der Aussprache, weil sie
von den Oberzähnen und der Zungenspitze ausgehen, und kein an-
derer Unterschied im Ausspracheort stattfindet, als dass Ṭâ und die
beiden mit ihm verwandten Buchst. von der Wurzel der Oberzähne aus-
gehen, die (drei letzten) aber von einem ein wenig tiefer gelegenen Ort(7)
zwischen den Oberzähnen hervorkommen. Beispiele für die Insertion
Z. 19f. Folgenden Vers von lbn Muḳbil haben wir recitiren hören:

So war es denn, wie wenn sie als Abendtrunk (Wasser) eines dich-
ten Gewölkes in einer baumlosen Ebene getrunken hätte, welches die
Winde (von Gefäss zu Gefäss) umgiessen zu reinem Wasser(8).

Einige lesen (S. 37, 8) jassamma῾‎ûna statt jatasamma῾‎ûna. Die getrennte
[D. 2,470] Aussprache ist aber gut arabisch wegen der Verschiedenheit der Aus-
spracheörter. - Ebenso (wie Ṭâ, Dâl und Tâ) werden Ẓâ, Ṯâ und Ḏâl
(in Ṣâd, Zâ und Sîn) inserirt. Denn sie gehen vom Zungenende und den
Enden der Oberzähne aus; sie sind mit einander verwandt und gehören zu
Einer Gruppe, und was zwischen ihnen von den beiden Vorderzähnen
liegt(9), ist gering. Beispiele für die Insertion Z. 3f. Die getrennte Aus-

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sprache ist aber bei diesen Buchst. mehr zu billigen (als bei Ṭâ, Dâl und
Tâ) weil sie von Ṣâd und den beiden mit ihm verwandten Buchst. weiter
entfernt sind (als diese) und weil sie schlaffe Buchst. sind(10). - Ẓâ, Ṯâ
und Ḏâl sind mit Ṭâ, Dâl und Tâ verwandt; darum können sie in ein-
ander inserirt werden, weil sie Einem Bereich angehören und zwischen
ihnen nur der Raum liegt, welcher sich zwischen dem Rand und den
Wurzeln der (oberen) Vorderzähne befindet. Beispiele Z. 7f. Diese
Insertion wird (als richtig) erwiesen durch die Insertion des Ṯâ in Tâ
in ṯalâṯatun Z. 8f. Man sagt auch ḥaddattuhum statt ­haddaṯtuhum, so
dass Ṯâ zu Tâ wird. Die getrennte Aussprache ist hier aber auch
gut. - Ṣâd, Sîn und Zâ werden nicht in die Buchst. inserirt, welche
in sie inserirt werden; denn es sind Buchst. mit pfeifendem Ton, und
ihr Laut dringt tiefer in das Gehör ein(11). Jene anderen Buchst. (in
welche Ṣâd, Sîn und Zâ nicht inserirt werden) sind theils starke theils
schlaffe(12), sie dringen aber (alle) nicht so in das Gehör ein, wie diese
Buchst. wegen ihrer verborgenen Aussprache. Wenn man dies erwägt,
so wird man es so (richtig) finden. Sie widerstreben also der Insertion,
ebenso wie Râ nicht in Lâm und Nûn inserirt wird wegen der Wieder-
holung (des Lautes, welche in Râ liegt, und welche durch die Insertion
verloren geben würde).

Ṭâ, Tâ und Dâl werden bisweilen in Ḍâd inserirt. Denn Ḍâd steht
in Verbindung mit dem Ausspracheort des Lâm (welches in Ḍâd inse-
rirt wird; S. 467 Z. 3-5) und neigt sich von dem (Ausspracheort des)
Lâm (nach unten(13)) bis es sich mit denjenigen Zahnwurzeln vermischt,
über welchen das Lâm liegt. Es hat nicht denselben Ort der Oberzähne
wie das Ṭâ, weil es sich (von demselben) wegwendet. Denn beim Ṭâ legt
man die Zunge (fest) zwischen die beiden Oberzähne. Ausserdem ist
Ḍâd (vom Gaumen) zugedeckt (wie Ṭâ). Da nun Ḍâd dem Ṭâ in der
besagten Weise nahe steht, so inserirt man Ṭâ in Ḍâd ebenso wie in
Ṣâd und die beiden mit Ṣâd verwandten Buchst. (S. 469 Z. 17). Da Ḍâd
diese Stellung hat, so inserirt man auch Tâ und Dâl in dasselbe, wie
in Ṣâd. Denn der Ort der Aussprache ist derselbe. Beispiel für In-
sertion des Ṭâ und Tâ in Ḍâd Z. 18f.(14). Wir haben einen sprachlich
zuverlässigen Mann sagen hören:

Er sprang darauf los ; da brüllten laut auf seine Reitkameele(15).

Ebenso werden Ẓâ, Dâl und Ṯâ (in Ḍâd inserirt) weil sie zu den
Buchst. der Zungenspitze und der Vorderzähne gehören. Sie werden
auch in Ṭâ und Genossen inserirt, ebenso wie diese in sie inserirt wer-

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den (Z. 5-8). Ebenso werden sie alle (Ṭâ und seine beiden Genossen, und
Ẓâ und seine beiden Genossen S.) in Ṣâd, Sîn und Zâ inserirt (469 Z. 16ff.).
Denn diese Buchst. gehören zu Einer Klasse. Jene Buchst. (Ẓâ, Ḏâl und Ṯâ)
sind ferner hinsichtlich des Iṭbâḳ(16) und der schlaffen Aussprache wie das
[D. 2,471] Ḍâd. Letzteres wird also wie die Buchst. der Vorderzähne angesehen
(wiewohl dies eigentlich nicht sein Ausspracheort ist, S. 453 Z. 8f.).
Beispiele für die Insertion des Ẓâ, Ḏâl und Ṯâ in Ḍâd Z. 1. Ḍâd
wird nicht in Ṣâd, Sîn und Zâ inserirt wegen der Ausdehnung (des
Lautes) des Ḍâd (welche durch die Insertion verloren gehen würde),
ebenso wie Shîn (aus demselben, S. 462 Z. 1-4 angegebenen Grunde
nicht in Ǧîm inserirt wird). - Ṣâd und die beiden mit ihm verwand-
ten Buchst. (Sîn und Zâ 470 Z. 10) werden nicht in Ḍâd inserirt aus
dem (S. 462 Z. 10f.) angegebenen Grunde. Jede von beiden Gruppen
(Ḍâd einerseits, und Ṣâd, Sîn und Zâ andererseits) hat also einen
Hinderungsgrund (für die Insertion). Man vermeidet es (aus dem Z. 2
angegebenen Grunde) Ḍâd in die Buchst. zu inseriren, welche in Ḍâd
inserirt werden(17), ebenso wie man die Insertion von Shîn (in Ǧîm
nach S. 462 Z. 1-4) vermeidet (während Ǧîm in Shîn inserirt wird;
a.a.O. Z. 4f.). Die getrennte Aussprache ist aber (bei den Buchst.,
welche in Ḍâd inserirt werden) gut arabisch, weil die Ausspracheörter
von einander entfernt sind, und sie ist hier besser begründet als die
getrennte Aussprache, wenn diese Buchst. vor den vorher erwähnten
Buchst. der Vorderzähne (und der Zungenspitze) stehen(18). (Vgl. I. J.
§ 748).

Ṭâ, Dâl und Tâ werden in Shîn inserirt wegen der Ausdehnung
(des Lautes des Shîn) so dass(19) es (vermöge dieser Ausdehnung) mit
dem Ausspracheort jener 3 Buchst. zusammenhängt. Beispiele Z. 6
(Shabaṯun männlicher Eigenname). Die Insertion (dieser Buchst.) in Ḍâd
ist aber besser begründet. Denn Ḍâd vermischt sich durch seine Aus-
dehnung mit einem (der beiden) Vorderzähne (wie auch Ṭâ, Dâl und Tâ
Buchst. der Vorderzähne sind S.). Ausserdem hat es Iṭbâḳ(20). Auch
entfernt es sich (im Verlauf der Aussprache) nicht (in dem Grade) von
seiner (ursprünglichen) Stelle, an welcher es dem Ṭâ nahe steht, wie
sich Shîn davon entfernt. Ein Ausdruck, welchen man als Beweis für
die Insertion des Dâl in Shîn anführt, Z. 9 (eschnebu mit schönen, fri-
schen Zähnen). Ferner werden Ẓâ, Ḏâl und Ṯâ in Shin inserirt, indem
man Shîn wie Ḍâd behandelt. Beispiele Z. 10. Die getrennte Aus-
sprache ist aber gut arabisch und besser als beim Ḍâd wegen der wei-

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teren Entfernung der Ausspracheörter (beim Shîn), und weil Shîn we-
der Iṭbâḳ noch die anderen erwähnten Eigenthümlichkeiten des Ḍâd
hat.

Alle Buchst., welche in unvocal. Zustand (des ersten der beiden zu
inserirenden) inserirt werden, können auch inserirt werden, wenn sie
vocalisirt sind, wie dasselbe bei den identischen Buchst. der Fall ist,
und die Behandlung der verwandten Buchst. hinsichtlich der Güte oder
Verwerflichkeit der Insertion, und hinsichtlich der Fälle, in welchen
die Insertion vorzuziehen ist, und der Fälle, in welchen (der zu inse-
rirende Buchst.) verborgen gesprochen, aber so angesehen(21) wird, wie
wenn er vocalisirt wäre, (d.i. so wie er war) ehe er verborgen gespro-
chen wurde, ist analog der Behandlung der identischen Buchst.

Befinden sich diese verwandten Buchst. in Einem Worte und nicht
in getrennten Wörtern, so erscheint (ihre Zusammenstellung ohne In-
sertion) als schwerer und (die getrennte Form) als schwächer, ebenso
wie (diese Zusammenstellung von) zwei identischen Buchst., wenn sie
nicht in zwei Wörtern stehen, als schwerer erscheint, weil sich vom
Buchst. das nicht trennt, was man für schwer hält (sondern ungetrennt
in demselben Wort durch Wiederholung damit verbunden ist)(22). So
sagt man muttaridun(23) statt muṯtaridun, weil beide Buchst. mit einander
verwandt sind und leise gesprochen werden; doch ist die getrennte
Aussprache auch gut. Einige sagen aber auch (mit Rückwärtsassimila-
tion) muṯṯaridun, was auch gut arabisch ist. Die reguläre Form ist
aber muttaridun, weil bei der Insertion ursprünglich der erste Buchst.
in den zweiten inserirt wird.

Die 8. F. von ṣabara lautete im Particip muṣṭabirun, indem man
eine Erleichterung (der Aussprache) anstrebt, da Ṣâd und Ṭâ einander
nahe stehen, und weiter kein Unterschied zwischen ihnen stattfindet als
der (S. 470. Z. 10f.) erwähnte(24), und da beide in Einem Wort stehen,
und die Insertion des Ṣâd in Ṭâ aus dem (a.a.O.) erwähnten Grunde
über die (durch ihre Aussprache) von einander getrennten Buchst. nicht
zulässig ist(25). Man setzt also an Stelle (des Tâ) den Buchst., welcher
(unter den T-Lauten) dem Ṣâd am ähnlichsten ist, nämlich Ṭâ, damit
man die Zunge auf dieselbe Weise bei (der Aussprache) der Buchst. ge-
braucht, und damit man auf eine und dieselbe Weise verfährt, da die
Insertion nicht ausführbar ist. Einige streben aber die Insertion an,
weil Ṣâd mit Ṭâ zusammentrifft. Da nun Ṣâd nicht in Ṭâ inserirt wer-
[D. 2,472] den kann, so verwandelt man Ṭâ in Ṣâd und sagt muṣṣabirun. (Der

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Koranleser) Hârûn hat uns mitgetheilt, dass Einige (S. 4, 127) jaṣṣaliḥâ
(statt jaṣṭaliḥâ) lesen.

Nach Zâ (Ḏâl und Dâl S.) wird (in der 8. F.) Dâl an Stelle des
Tâ gesetzt. Beispiel Z. 2. Denn es giebt keinen Buchst., welcher in-
nerhalb des Ausspracheorts des Zâ demselben so nahe stünde wie Dâl.
Beide werden mit lauter Stimme gesprochen, und beide haben keinen
Iṭbâḳ. Wer muṣṣabirun (mit Rückwärtsassimilation, Z. 1) sagt, sagt
muzzânun. (Mit derselben Rückwärtsassimilation) sagt man mussami῾‎un
statt mustami῾‎un. Hier ist die Insertion zulässig, weil beide (zu inse-
rirende) Buchst. leise gesprochen werden. Es ist aber unzulässig, Sîn
in Tâ zu inseriren, sondern man wendet nur die Insertion mussami῾‎un
an wie muṣṣabirun, da auch die Insertion des Ṣâd in Ṭâ unzulässig ist
(471 Z. 10f.). Viele sagen (mit derselben Assimilation) muṯṯaridun (neben
muttaridun) statt muṯtaridun (wer die Brotsuppen präparirt) weil beide
Buchst. (Tâ und Ṯâ) zu derselben Klasse gehören und hier in Einem
Wort vorkommen. Noch ein Beispiel für die Rückwärtsassimilation Z. 7.
(471 Z. 3f.). - Ebenso (mit Verwandlung des Tâ der 8. F. in einen an-
deren Buchst., hier in Ṭâ) wird Ẓâ behandelt. Denn wenn Ẓâ und
nachher Tâ in zwei getrennten Wörtern stehen, so ist die getrennte
Aussprache zulässig oder der Iṭbâḳ (des Ẓâ) bleibt bei der Insertion
erhalten (I. J. 1484 Z. 4f. u. 16). Da aber hier die beiden Buchst. in Ei-
nem Worte stehen, erscheint ihr Zusammentreffen als schwerer, da es
schon für schwer gilt, wenn sie verschiedenen Wörtern angehören. Man
hält also hier dasselbe für nothwendig, was man für nothwendig hält,
wenn Tâ auf Ṣâd folgt (471 Z. 18ff.) und setzt an Stelle des Tâ den-
jenigen Buchst., welcher dem Ẓâ am nächsten steht, d i. das Ṭâ um
(in der Aussprache beider Buchst.) auf eine und dieselbe Weise zu ver-
fahren. Ebenso sagt man ḳâ῾‎idun und maġâliḳu ohne Imâle des Alif,
was als leichter erscheint(26). (Auch wird nach Ẓâ Ṭâ für Tâ gesetzt)
damit die Insertion (falls sie ausgeübt wird) in einen ähnlichen Buchst.
stattfindet. Denn die getrennte Aussprache (des Ẓâ und Tâ) zugleich
mit Erhaltung des Iṭbâḳ ist nicht möglich, da beide Buchst. Einem Wort
angehören. Es ist also wie wenn man fürchtete, ohne die Veränderung die
Form zu schädigen. Darum sagt man muẓṭa῾‎inun und muẓṭalimun(27). Man
kann auch (mit Insertion) muṭṭa῾‎inun und muṭṭalimun sagen. Zoheir sagt:

Und es wird ihm bisweilen Gewalt angethan, und er lässt sie sich anthun(28).

Ebenso sagt man jaṭṭannu (mit Insertion) und jaẓṭannu (so) von ẓanna,
muẓẓa῾‎inun und muẓẓalimun entsprechen den Z. 1 und 6 angeführten Formen.

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Die normalsten Formen sind muṭṭa῾‎inun und muṭṭalimun. Denn das ur-
sprüngliche Gesetz der Insertion ist, dass der erste Buchst. dem zweiten
folgt. Denn wenn man 2 getrennte Wörter wie ḏuhiba bihi(29) und buj-
jina lahu
so durch Insertion würde verbinden wollen, dass man den 2.
Buchst. vocallos macht, so wäre eine Insertion unmöglich; vielmehr
muss man (für die Insertion) den 1. Buchst. vocallos machen. Da dem
so ist (d.i. da die Insertion davon abhängt, ob der zweite Buchst. vo-
calisirt ist oder nicht) so folgt der erste Buchst. dem zweiten, nicht
aber ist das ursprüngliche Gesetz, dass der zweite verändert wird, so
dass er sich nach dem ersten richtet(30).

Ebenso wird (in der 8. F.) nach Ḏâl an Stelle des Tâ derjenige
Buchst. gesetzt, welcher dem Ḏâl am ähnlichsten ist. Denn wenn Ḏâl
und Tâ in Einem Wort stehen, so ist die getrennte Aussprache unstatt-
haft, da (diese Buchst.) schon, wenn sie in verschiedenen Wörtern ste-
hen, in einander inserirt werden können. Man vermeidet nämlich eine
Verletzung der Form(31) und (strebt darnach) dass die Insertion in einen
Buchst. stattfindet, welcher wie Ḏâl mit lauter Stimme gesprochen wird
(d.i. man setzt Dâl statt Tâ). Beispiele mit Vorwärts- und Rückwärts-
insertion Z. 22f. Mit beiden Arten der Insertion wird ausserdem das Par-
ticip der 8. F. von ḏakara S. 54, 15 gelesen. Dass man muḏdakirun, ent-
sprechend muzdânun (Z. 2) sagt, wird dadurch verhindert, dass jeder der
beiden Buchst. auch in getrennten Wörtern in den anderen inserirt wer-
den kann; darum ist in demselben Wort nur die Insertion zulässig.

[D. 2,473] Zâ wird (in der 8. F.) in Dâl durchaus nicht inserirt(32) und also
nicht für einen dem Dâl ähnlichen Buchst. angesehen.

Ḍâd wird wie Ṣâd behandelt(33) wegen der Ausgedehntheit seines
Lautes, welche ist wie die des Shîn. wie oben (S. 471 Z. 1-4) erwähnt.
Beispiele mit getrennter Aussprache und mit Insertion vorwärts und
rückwärts Z. 2. muṭṭaǧi῾‎un sagt man, weil das Ṭâ (ebenso wie Ḍâd) ein
Buchst. mit Iṭbâḳ ist, und, obgleich es anders klingt als Ḍâd, doch ihm
nahe steht und mit ihm in Einem Wort vereinigt ist. Da diese Um-
stände hier zusammentreffen, und Ḍâd und Ṭâ häufiger in einem Wort,
als in zwei getrennten zusammentreffen, so hält man an der Insertion
(nach beiden Seiten) in Einem Wort fest. Es findet hier ein ähnliches
Verhältniss statt wie beim Lâm des Artikels, da bei ihm die Insertion
in Fällen stattfindet, in welchen sie bei getrennten Wörtern in nur
schwach zu rechtfertigender Weise stattfindet. (Doch findet auch bei
Trennung der Wörter zwischen Ḍâd und Ṭâ einerseits und Lâm ande-

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rerseits ein verschiedenes Verfahren statt; denn) Ḍâd wird bei Tren-
nung der Wörter nicht in Ṭâ inserirt (I. J. § 748) (während Lâm bei
Trennung der Wörter in die Buchst. der Vorderzähne nach 467 Z. 9ff.
inserirt werden kann) weil Ḍâd und Ṭâ auch in Einem Wort nicht so
oft zusammentreffen wie das Lâm des Artikels mit den Buchst. (in wel-
che es inserirt wird)(34).

Trifft Ṭâ mit Tâ zusammen, so ist es noch mehr nöthig (als bei
Ḍâd) dass Tâ zu Ṭâ wird. Man inserirt Ṭâ nicht in Tâ, weil Ṭâ
(in diesem Fall) eine Einbusse (seines Lautes) erleiden würde. Denn
auch bei Trennung der Wörter gilt dies Zusammentreffen für schwerer
als das sämmtlicher vorher erwähnter Buchst. (der Vorderzähne). Man
inserirt Ṭâ nicht in Tâ, weil man durchaus will, dass der Iṭbâḳ er-
halten bleibt, welcher auch schon bei Trennung der Wörter verloren
geht(35). Man vermeidet es also, die Insertion des Ṭâ bei einem Buchst.
als nothwendig hinzustellen, welcher keinen Iṭbâḳ hat (d.i. Tâ). Darum
sagt man iṭṭa῾‎ana (mit Rückwärts-Insertion).

Ebenso wird (das Tâ der 8. F. nach) Dâl (in Dâl verwandelt). So
in iddâna (etwas auf Credit kaufen). Hier ist die getrennte Aussprache
bei Trennung der Wörter zulässig trotz der erwähnten Schwere, dass
nämlich (Tâ als leise gesprochener Buchst.) auf (Dâl als) laut gespro-
chenen folgt. Da aber hier (in der Mitte des Wortes) keine Möglich-
keit ist, Dâl getrennt von Tâ zu sprechen, wie dies bei getrennten
Wörtern möglich ist, und da auf Dâl ein anderer Buchst. (als Dâl)
folgt (was man vermeidet) wie man es auch vermeidet, dass auf Ṭâ ein
anderer Buchst. als Ṭâ folgt, so vermeidet man es, dass die laute Aus-
sprache des Dâl (durch Assimilation in Tâ) verloren geht, wie man
dies auch beim Ḏâl vermeidet(36).

Einige stilistisch anerkannte Araber behandeln diese 4 Buchst. Ṣâd,
Ḍâd, Ṭâ und Ẓâ bei den consonantischen Afformativen des Perfects
(Z. 16) wie beim Tâ der 8. F. Denn das Verbum ist (in Verbindung
mit dem Afformativ, z.B. dem der 1. P. perf.) auf Tâ (fest) gebaut,
und die Verbalform wird (dadurch) geändert, dass der 3. Rad. vocal-
los wird(37) (lies mit Mss. fataskunu-l-lâmu) ebenso wie in der 8. F.
der erste Rad. vocallos wird, und das Verbum behält nicht die Gestalt,
welche es hat, wenn keine Afformativa angehängt werden(38). Darum
sind diese Formen der 8. F. ähnlich. Beispiele Z.18 f. (faḥaṣa unter-
suchen, sondiren; ­hâṣa sich abwenden). Folgenden Vers von ῾‎Alḳama
haben wir recitiren hören:

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Und an jedem Stamm hast du gnädig gehandelt; so möge denn
auch dem Sha᾽‎s ein voller Eimer deiner Gabe zu Theil werden(39).

Die arabisch beste Sprechweise ist aber, Tâ nicht in Ṭâ zu ver-
wandeln. Denn dies Tâ ist Kennzeichen des Pronomens und drückt
einen (für sich bestehenden) Sinn aus und hängt nicht untrennbar mit
[D. 2,474] der Verbalform zusammen. Denn die 3. Person lautet fa῾‎ala ohne Tâ,
welches immer fehlt, wenn ein Nomen Subject ist. So hat das Perfect
(in den verschiedenen Personen) diese (verschiedenen) Bedeutungen, und
hat (ihnen entsprechend) nicht immer dieselbe Form. Dagegen wird das
Tâ der 8. F. nicht so hinzugesetzt, dass es in einer bestimmten Bedeu-
tung fortbliebe, und dann zur Bezeichnung einer anderen Bedeutung
wieder hinzugesetzt werden könnte; die 8. F. ist eine solche,
mit welcher der Zusatzbuchst. unzertrennlich verbunden ist, während
das Tâ des Afformativs als ein getrenntes Wort angesehen wird. An-
dere Beispiele für Assimilation des Afformativs Z. 3-5(40). Auch Ṣâd und
die mit ihm verwandten Buchst. werden vor den Afformativen ebenso be-
handelt wie in der 8. F. Das Unterlassen der ebenfalls correcten getrennten
Aussprache ist hier besser begründet als bei getrennten Wörtern (Z. 6), weil
(die Formen mit Afformativen) den Formen ähnlich sind, welche zugleich
mit dem Wort gebildet werden, wie oben die 8. F.(41). Beispiele für das
Zusammentreffen der beiden Buchst. bei Afformativen und bei getrennten
Wörtern Z. 6f. Einer, welchem wir nicht misstrauen, hat uns mitge-
theilt, dass er achaḏtu mit getrennter Aussprache habe sprechen hören.

Ist Tâ vocalisirt und folgen diese Buchst. unvocalisirt darauf (wie
in der 10. F.) so findet die Insertion nicht statt. Denn die Grundbe-
dingung der Insertion ist, dass der erste Buchst. vocallos ist, wie wir
dies über die getrennten Wörter auseinandergesetzt haben. Beispiele
für Nicht-Insertion bei getrennten Wörtern Z. 10. Wenn man frägt,
warum man nicht (mit Insertion des 2. Buchst. in den ersten) bujjin-
nahum
sage, so dass der 2. Buchst. (Lâm) zu Nûn wird (S. 466 Z. 15ff.
so ist zu antworten, dass bei diesem Verfahren der 2. Buchst. (um inserirt
zu werden) vocallos sein müsste. Da aber (nicht der zweite, sondern)
der erste Buchst. (bei der Insertion) unter allen Umständen vocallos sein
muss (es aber in Formen, wie die Z. 12 erwähnten nicht ist) so hat
der zweite dem ersten gegenüber Kraft (und bleibt selbständig, ohne
die Insertion zuzulassen)(42). Beispiele für Nicht-Insertion in Einem
Wort Z. 12. Nur diese Formen sind zulässig. Denn auch in For-
men wie fa῾‎altu und fa῾‎alna von verbis med. gemin. (wo der zweite der

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beiden identischen Buchst. vocallos ist, wie in den Formen Z. 12 der
zweite der beiden zu inserirenden) können die beiden Buchst. nicht in-
serirt (und contrahirt) werden (Beispiele Z. 13). Denn der 3. Rad. ist
hier vocallos, während er in fa῾‎ala und jaf῾‎alu und Aehnl. vocalis. ist.
Hier (bei den verbis med. gemin.) ist eine dem Wort wesentlich anhaf-
tende Verbindung von 2 identischen Buchst. vorhanden (anders als bei
den consonant. Afformativen des Perfects; S. 473 Z. 15-21). (Ebenso)
steht das Tâ hier (in der 10. F.) (immer) zwischen 2 vocallosen Buchst.,
von welchen nie einer vocalisirt wird, in den Verbal- sowie in den No-
minalformen (Infin. und Participien). Diese Eigenthümlichkeit bleibt in
dieser Form (überall) gewahrt.

Die Vocallosigkeit des zweiten der beiden identischen Buchst. hat
zur Folge, dass die Higazener im Jussiv (und Imperativ) der Verba
med. gem. nicht contrahiren (Beispiele Z. 17). Dies ist die alte gute
arabische Ausdrucksweise. Die Temimiten dagegen contrahiren und be-
handeln diese Formen nicht wie radadtu, weil (der Jussiv und der Im-
perativ) einen Dual haben, und das leichte und schwere energetische
Nûn angehängt werden kann (in welchen Fällen die Contraction regel-
recht eintritt) und weil der Artikel oder sonst ein Verbindungs-Alif
(wie das von ibnun) folgen kann, was Alles zur Folge hat, dass der
letzte Rad. vocalisirt wird (und dadurch das Hinderniss der Contraction
aufgehoben wird). Wenn es so mit den identischen Buchst. steht (d.i.
wenn die Contraction solchen Einschränkungen unterliegt) so ist beim
(Zusammentreffen von) 2 verwandten Buchst. nur die getrennte Aus-
sprache zulässig, wie in tid (Imperativ von watada einen Pflock ein-
schlagen) und la tatid (Prohibitiv von watada). Aus dem angeführten Grunde
kann auch in der 10. F. die Insertion (des Tâ) nie stattfinden, auch in
der 10. F. der Verba med. infirmae nicht (Beispiele Z. 21, obgleich hier
der zweite der beiden zu inserirenden Buchst. vocalis. ist) weil man die
Vocalisirung dieses Sîn (der 10. F.) welches unseres Wissens nie anders
als vocallos vorkommt, vermeiden will(43). Dazu kommt, dass (in der
10. F. der Stämme med. infirmae) auf Tâ ein Buchst. folgt, welcher ur-
sprünglich vocallos ist und hier nur aus einem besonderen Grunde (Schwäche
des folgenden Buchst.) vocalisirt wird. Nun wäre es geziemend, wenn
der letztere Umstand (die ursprüngliche Vocallosigkeit) allein vorhan-
den wäre, diesem (d.i. dem auf Tâ folgenden Buchst.) doch nicht mehr
als dies (d.i. die Vocalisation, aber nicht die Insertion) aufzuerlegen.
Es kommen also hier zwei Umstände zusammen (welche die Insertion

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verhindern, erstens, dass man sich nach Z. 21f. scheut, das Sîn zu vo-
calisiren, was für die Insertion nöthig sein würde, und zweitens die
ursprüngliche Vocallosigkeit des auf Tâ folgenden schwachen Buchst. S.)

Trifft dagegen in der 8. F. Tâ mit einem anderen Tâ oder mit
[D. 2,475] einem der Buchst. zusammen, in welche es inserirt werden kann (Bei-
spiele Z. 24) so steht die Sache anders. Denn hier sind beide (zu inse-
rirende) Buchst. vocalisirt, und die Vocalisation kommt ihnen ursprüng-
lich zu, wie das erste Dâl von mumiddun (statt mumdidun ebenfalls) ur-
sprünglich vocalisirt ist(44). Der dem Dâl vorangeb. Buchst. welcher (in
der Grundform) vocallos ist, kommt doch in dieser Wortklasse (d.i. bei
den verbis med. gemin. meist) vocalisirt vor, wie der 1. Rad. über-
haupt (ursprünglich, wie z.B.) im Perfect der 1. F. vocalisirt ist. (So
erscheint er vocalisirt) im Imperativ der 1. F. (wo er nach der ur-
sprünglichen Form unvocalisirt sein sollte). Beispiele für diesen Impe-
rativ der Verba med. gemin. Z. 3(45).

Man sagt watada, impf. jatidu, und waṭada, impf. jaṭidu ohne Inser-
tion, um eine Verwechselung mit den Verbis med. gemin. zu vermeiden.
Denn statt Tâ und Ṭâ kommt (bei anderen Verbis) auch der Buchst. vor,
welcher mit dem darauf folgenden identisch ist (d.i. Dâl, wie bei den Verbis
med. gem., Beispiele Z. 5). Dazu kommt, dass, wenn das Perfect wadda
(statt watada) lauten würde, das Impf. jaddu statt jatidu würde lau-
ten müssen mit Erleichterung der Form, so dass der Ausfall des Wâw
und die Insertion, welche die Möglichkeit der Verwechselung zur Folge
hat, zusammen kommen, (worunter die Form leidet S.). Denn es ist nicht
zulässig, das Wâw im Impf. stehen zu lassen, da es Kesre hat und Jâ vor-
hergeht (in jawiddu S., einer gemäss jatidu supponirten Form, in welcher
die Insertion stattgefunden hat, aber Wâw geblieben ist). Denn Wâw
fällt schon aus, wenn Kesre erst auf den 1. Rad. folgt (und der 2. Rad.
damit versehen ist, wie in jalidu statt jaulidu). Darum kommen (verba med.
gemin.) deren 1. Rad. Wâw ist, wie (l. miṯlu) wadadtu (so!) selten vor. In
den achten Formen dagegen (Beispiele mit Insertion Z. 8) weiss man,
dass eine Verdoppelung des 1. Rad. (ausserhalb der Insertion) nicht ein-
tritt. Darum ist hier keine Verwechselung möglich(46). Man sagt maḥ-
tidun
(Ursprung, Natur) ohne Insertion, weil es (ein Verbum) giebt, wel-
ches an Stelle des Tâ (d.i. des 2. Rad.) Dâl hat (d.i. ḥadda, und weil
darum eine Verwechselung möglich wäre). Die Infinitive von watada
und waṭada lauten tidatun und ṭidatun. Denn man vermeidet watdun und
waṭdun wegen der Schwere der Formen. Wenn aber diese Formen doch

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gebraucht werden, so werden sie getrennt gesprochen (nicht inserirt)
um Verwechselungen zu vermeiden. Man kann auch in dem Ṭâ (von
waṭdun) den Iṭbâḳ beibehalten und inseriren; denn wenn der Iṭbâḳ bleibt,
so ist keine Verwechselung mit dem zuerst angeführten Infin. (watdun)
möglich(47).

Formen, in welchen die Insertion eintreten kann, wenn beide Buchst.
denselben Ausspracheort haben, oder wenn die Ausspracheörter ein-
ander nahe stehen, sind die Z. 14f. angeführten fünften Formen. Die
Insertion ist hier besser begründet (als das Unterlassen derselben) da
sie auch bei getrennten Wörtern vorkommt(48). Doch ist auch die ge-
trennte Aussprache gut arabisch, weil beide Buchst. vocalisirt sind, wie
sie auch in der 8. F., wie in den Z. 16 aufgezählten Beispielen, gut
arabisch ist. Die Insertion wird bestätigt durch S. 7, 128 und S. 6,
126 (Z. 17).

Trifft ein Buchst. mit einem anderen von demselben oder einem nahe
stehenden Ausspracheort am Anfang des Wortes zusammen, so kann er
in denselben inserirt und Verbindungs-Alif davor gesetzt werden, weil
man das Wort nicht mit einem vocallosen Buchst. anfangen kann. Bei-
spiele Z. 19. Die Insertion wird dadurch veranlasst, dass beide Buchst.
in Einem Wort stehen, da dieselben schon bei getrennten Wörtern in-
serirt werden. Die Veranlassung zur Setzung des Verbindungs-Alif in
diesen fünften Formen ist dieselbe, welche das Abwerfen desselben ver-
anlasst, wenn (in der 8. F.) der 1. Rad. vocalisirt wird und chaṭṭafa oder
chiṭṭafa (statt ichtaṭafa) und ḳattalû oder ḳiṭṭalû (statt iḳtatalû) steht (I.
J. § 756). Das Alif in ichtaṭafa ist nothwendig, so lange Tâ nicht
schwach ist(49), ebenso wie es in den Z. 19 erwähnten Formen eintritt,
wenn der (erste) Buchst. schwach wird. Bestätigt werden (diese For-
men mit angenommenem Verbindungs-Alif) durch S. 2, 67, S. 10, 25 und
S. 27, 48 (Z. 23f.). Infinitive der 5. und 6. F. mit Verbindungs-Alif Z. 24.
Dem entspricht ittarasa (statt tatarrasa sich mit einem Schild bedecken).
Doch ist es hier ebenso gut, die beiden Buchst. getrennt zu sprechen
wie in den vorher angeführten Fällen (Z. 14f.).

Treffen zwei Tâ im Impf. der 5. (und 6.) F. zusammen (Beispiele
[D. 2,476] Z. 25f. u. Z. 10, vgl. I. J. S. 1462 Z. 17ff.) so kann man beide stehen
oder eins derselben ausfallen lassen. Beispiele für beide Verfahren
Z. 2f. (S. 41, 30; S. 32, 16; S. 97, 4f.; S. 3, 137). Das 2. Tâ eignet
sich darum besser zum Ausfall, weil es dasselbe ist, welches im Perfect
(wo nur 1 Tâ ist) vocallos gemacht und inserirt werden kann. Beispiele Z. 4

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(S. 2, 67 und S. 10, 25). Ein ähnliches Verfahren findet mit Tâ statt in der
3. P. des Imperf. der 5. (und 6.) F. (Beispiel Z. 5). Wie dies Tâ hier
schwach ist (wie die Insertion beweist) so fällt es (wenn ein anderes Tâ vor-
hergeht) aus. Dies Tâ wird nicht (in Dâl) inserirt in tad᾽‎alu, wenn Hemze
(durch Erleichterung) fortfällt und tadalu entsteht (I. J. 1489 Z.1 ff.) auch
nicht in tada῾‎u (Impf. von wada῾‎a) weil die Wortform verdorben und ver-
wechselt werden könnte, wenn einer der beiden Buchst. (durch Insertion
nach vorwärts oder rückwärts, I. J. 1489 Z. 2f.) verschwinden würde. Dies
Tâ (d.i. das erste) wird in den mit Tâ anfangenden Formen des Impf.
der 5. u. 6. F. (Beispiel Z. 7) nicht vocallos (und in das zweite inse-
rirt) so dass Verbindungs-Alif nöthig würde. Denn dies wird nur vor-
gesetzt im Perfect und Imperativ. Dagegen wird Verbindungs-Alif
nicht vorgesetzt in den Verbalformen, welche den Participien ähnlich
sind, wie es auch nicht vor die Participien selbst vorgesetzt wird.
Letztere (d.i. die Imperfecta und Participien) will man dadurch von
den Perfectis und Imperativen unterscheiden (lies Z. 10 mit S. juchal-
liṣûhâ
). Der Wegfall des zweiten Tâ im Impf. (nach Sib. Z. 4) ist
Koranlesung der Kufenser, wie uns überliefert worden ist. In taḏak-
karûna
u. Aehnl. ist es nicht zulässig, einen der beiden Buchst., Tâ und
Ḏâl, ausfallen zu lassen. Denn es ist schon vorher ein Buchst., das (2.)
Tâ ausgefallen, und man vermeidet es, noch einen Buchst. ausfallen zu
lassen, weil man die Verwechselung vermeiden will, welche entstehen
würde, wenn ein Buchst. ausfiele, welcher zur Bezeichnung der 2. P.
oder des Fem. dient (d.i. das erste Tâ). Man kann aber auch das Ḏâl
(in taḏakkarûna) nicht ausfallen lassen, weil es zum Wort selbst gehört,
und weil dadurch das Wort verdorben werden und Schaden leiden
würde. Man hält dies für unerträglich, da (lies Z. 15 mit S. u. A. iḏ)
die getrennte Aussprache gut arabisch ist. Ebenso bebandelt man das
Tâ, welches die 3. und die 2. P. femin. (des Impf.) bezeichnet (d.i.
man wirft das 1. Tâ nicht aus).

In dikarun (statt ḏikarun, Nebenform. zu ḏikrun, Inf. von ḏakara)
(ist Ḏâl zu Dâl geworden) weil Dâl in muddakirun u. Aehnl. (statt muḏ-
dakirun
) statt Ḏâl steht (I. J. 1490 Z. 9ff.). Doch ist diese Veränderung
in dikarun unregelmässig und sieht einem Fehler ähnlich.

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